„Wir brauchen Lösungen“ – nachhaltig reisen mit vamos

vamos Geschäftsführer Stephan Krug auf dem Fahrrad

#fridaysforfuture, Greta, Flugscham – viele Familien diskutieren derzeit über den Klimaschutz. Und sie fragen sich: Welche Art Familienurlaub ist eigentlich noch vertretbar? Wir haben mit vamos Geschäftsführer Stephan Krug über diese Debatten gesprochen und darüber, was vamos für das Klima tut.

Du beschäftigst dich beruflich schon seit vielen Jahren mit nachhaltigem Tourismus. Warum ist dir dieses Thema so wichtig?

Für mich ist das eine Frage der Fairness und der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. Wir bieten bei vamos Familienurlaub an und ich wünsche mir, dass es in Zukunft an den Reisezielen noch genauso schön ist wie heute und meine Kinder dort einmal mit ihren Kindern einen ebenso erholsamen Urlaub verbringen können. Wenn ich das möchte, dann muss ich mich jetzt um den Klima- und Umweltschutz kümmern.

Was ist dabei derzeit die größte Herausforderung?

Ich denke, es gibt im Tourismus zwei große Themen: Das eine ist die Wasserknappheit, zum Beispiel im Süden Europas. Aber das alles überschattende Thema ist zurzeit der Klimaschutz, und da besonders die Mobilität, das Fliegen.

Die Tourismusbranche steht als einer der Schuldigen für den Klimawandel am Pranger. Was ist deine Haltung dazu?

Die hohen CO2-Emissionen sprechen für sich. Das wegzudiskutieren und zu sagen, es sei nicht so schlimm oder man wolle den Leuten nur die Freude am Urlaub nehmen – das ist Quatsch! Fakt ist: Wir brauchen Lösungen, denn es steht außer Frage, dass das Fliegen sehr CO2-intensiv ist. Wir stellen uns dem Thema.

Was will vamos denn konkret tun?

Wir tun bereits einiges, kompensieren beispielsweise schon länger den CO2-Ausstoß unserer Dienstflüge. Jetzt haben wir beschlossen, ab 2020 alle Flüge, die Kunden über uns buchen, nur noch inklusive CO2-Kompensation anzubieten. Sich fürs Fliegen zu schämen hilft alleine nicht weiter. Wir müssen und wollen Verantwortung übernehmen für das, was wir verursachen. Und dazu möchten wir einen vernünftigen und verlässlichen Weg aufzeigen. Wenn man sich anschaut, wie viel Familien ihr Sommerurlaub wert ist, sind die zusätzlichen Kosten für die Kompensation sehr erschwinglich. Sie liegen pro Person und Strecke meist im einstelligen Eurobereich.

Einige bezeichnen CO2-Kompensation als Ablasshandel …

Das entspricht nicht den Fakten. Wenn ich CO2 emittiere und es hinterher dauerhaft und verlässlich wieder gebunden wird, dann ist die Bilanz ausgeglichen. Wo auf der Erde ich CO2 emittiere und wo ich es binde, spielt dabei keine Rolle. Wir werden Aufforstungsprojekte unterstützen, die nach dem Gold Standard zertifiziert sind, also absolut zuverlässig sind.

Auch vor Ort am Reiseziel kann man viel für die Nachhaltigkeit tun. Was ist dir da besonders wichtig?

Ich trete besonders dafür ein, dass unsere Gastgeber qualitativ hochwertige, regionale Lebensmittel einsetzen. Das ist mir wichtiger, als dass jedes Reiseziel bio-zertifiziert ist. Aufwand und Kosten für eine Zertifizierung sind für viele unserer kleineren Familienbetriebe eine echte Hürde. Aber wenn ein Hotel guten Wein aus der Region einkauft und Gemüse beim Bauern nebenan, dann ist das für mich genauso viel wert. Das fördert das regionale Wirtschaften und ist ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – denn neben der Ökologie gehören dazu immer auch die Ökonomie und das Soziale.

Mehr Informationen über die klimafreundliche Anreise auf der vamos Website

Informationen zur Nachhaltigkeit in den vamos Unterkünften


Stephan Krug, Geschäftsführer von vamos Eltern-Kind-Reisen
vamos Geschäftsführer Stephan Krug | Foto: Jonas Rothe

vamos Geschäftsführer Stephan Krug liegt Nachhaltigkeit beruflich und privat am Herzen. Fast täglich fährt er 17 km mit dem Rad zur Arbeit. Im Büro kommen Bio-Obst und fair gehandelter Kaffee auf den Tisch. Vor seiner Zeit bei vamos hat Stephan ein Unternehmen aufgebaut, das touristische Betriebe im Umwelt- und Klimaschutz zertifiziert.