Sonja Feurstein – Familienhotel Lagant

Sonja Feurstein vom Familienhotel Lagant

Was passiert, wenn eine ehrgeizige Frau mit einem Hang für Zahlen und einer leidenschaftlichen Arbeitseinstellung ein Hotel übernimmt? Na, ganz klar – sie macht aus einem Haus mit Panoramablick auf die Berge eine echte Spitzennummer …

Mit Spaß 150 Prozent geben

Seit 2011 ist Sonja Feurstein im Familienhotel Lagant Geschäftsführerin
Seit 2011 ist Sonja Feurstein im Familienhotel Lagant Geschäftsführerin

Eigentlich wollte Sonja Feurstein Bankdirektorin werden. Eigentlich. Doch statt Banknoten zählt die 50-Jährige heute jede Menge glückliche und zufriedene Gäste – als Gastgeberin im Familienhotel Lagant. Dass die gebürtige Vorarlbergerin nach ihrer Lehre zur Bankkauffrau ihren beruflichen Kurs wechselt, verdankt sie dem Ruf des Herzens: Sie lernt ihren späteren Mann kennen, der in St. Anton am Arlberg ein Gästehaus betreibt. Und mit ihm entdeckt Sonja Feurstein die Liebe zum Hotelgewerbe.

„Mach das, was dir Spaß macht!“, folgt sie ihrem Motto, steigt mit ein – und bleibt der Hotellerie und der Region treu: Mehrere Jahre sammelt sie am Arlberg touristische Erfahrungen. Bis sie sich 2011 – trotz kleiner Zweifel – auf die offene Stelle der Geschäftsführerin im Lagant bewirbt und dort von der Betreiberfamilie Schwärzler eine Chance erhält – eine Entscheidung, die die Inhaber der Hotelkette „fam Hotels“ bis heute nicht bereuen. Denn mit Sonja Feurstein haben sie sich für eine zielstrebige Frau entschieden, die nur einen Weg kennt:

„Entweder ich mache etwas mit 150 Prozent, oder ich mache es gar nicht!“

Herzensangelegenheit Hotel

Sonja Feurstein vom Familienhotel Lagant
Die Geschäftsführerin packt überall mit an

Zu diesen 150 Prozent gehören ein zusätzliches Fernstudium, Managementkurse und ganz viel Leidenschaft für das, was sie tut: „Mein Beruf ist zu 99 Prozent auch mein Hobby, er ist für mich eine Passion“, macht die Mutter einer 20-jährigen Tochter klar. Sie liebe das Lagant, als ob es ihres wäre. Von Hingabe und Professionalität gekennzeichnet ist auch ihr Alltag. So lässt sie es sich als Geschäftsführerin nicht nehmen, anreisende Gäste jeden Sonntag zu begrüßen und sie mit Informationen zu versorgen, das Ein- und Auschecken zu übernehmen oder die Tischzuordnungen zu kontrollieren. Besonders gerne ist sie beim wöchentlichen Familienwandern mit dabei – nicht nur, weil sie die Bergwelt und die Bewegung in der Natur liebt, sondern auch, weil sie die entspannte Zeit mit ihren Gästen genießt. Sich dabei alle Gästenamen zu merken, vom Großvater bis zum Säugling, ist für Sonja Feurstein reine Ehrensache.

Als Skifahrerin und Vorbild vorneweg

Sonja Feurstein vom Familienhotel Lagant
Sonja Feurstein ist schon früh eine begeisterte Skifahrerin gewesen.

Kein Wunder, dass sie vor allem in der Hauptsaison keinen Spielraum findet für andere schöne Dinge, die sie sonst gerne zum Abschalten und Loslassen ausübt – unter anderem Alpinski in ihrer Geburtsregion Bregenzerwald, wo sie die Skigebiete und alle Pisten aus dem Effeff kennt. „Ich bin schon früh eine begeisterte Skifahrerin gewesen“: Bereits als Kind sauste sie mit ihren Geschwistern immer wieder den Hang hinterm Elternhaus herunter, erinnert sie sich. Ihre Erfahrung gibt sie gerne an ihre Gäste weiter, auch wenn sie selber aufgrund des Berufes weniger Zeit für den Wintersport findet: In ihrer Funktion als Chefin möchte sie als Vorbild vorneweg gehen, was in ganz heißen Phasen auch dazu führen kann, dass Sonja Feurstein im Housekeeping einspringt und Zimmer herrichtet. „Ich kann anderen nicht sagen, sie sollen anpacken, wenn ich selber Däumchen drehe.“ Sie sehe ihre Mitarbeiter fast wie ihre eigenen großen Kinder: Sie fordere nicht nur viel Einsatz, sie fördere auch.

„Meine Leute sollen mit Herz bei der Sache sein.“ Nicht mehr, nicht weniger. Diese Melange aus Disziplin und Fürsorge hat aus dem Familienhotel Lagant das erfolgreichste aller Schwärzler-Hotels gemacht. Sonja Feurstein entschied sich zwar gegen eine Karriere als Bankdirektorin, als leidenschaftliche Gastgeberin ist sie dennoch eine Bank!