Traumhafte Skitour im Südtiroler Pflerschtal

Das Feuerstein Nature Family Resort im Südtiroler Pflerschtal ist ein toller Ausgangspunkt für traumhafte Skitouren. Anfang März durfte ich mich bei Bilderbuchwetter selbst davon überzeugen.

Morgens um halb neun treffen wir uns im Foyer des wunderbar neu gestalteten Feuerstein Nature Family Resort mit Bergführer Robert. Wir, das sind Anna, Gastgeberin im Feuerstein und Bethel, Fotografin aus München. Sie begleitet uns mit Schneeschuhen und macht ganz sicher schöne Fotos. Außerdem unser Bergführer Robert, gebürtig aus dem Pflerschtal, der dort sprichwörtlich jeden Wipfel kennt, und ich, der Produktmanager von vamos aus dem hohen Norden, aus Hamburg.

Schneeketten fürs Auto, Skifelle für uns

Zu viert fahren wir mit Roberts Bulli los und meistern ganz bequem und ein wenig unehrenhaft die ersten Höhenmeter mit Hilfe der 50 Pferdestärken seines ein wenig in die Jahre gekommenen VW-Busses. Über Nacht sind 15 cm Neuschnee gefallen, doch mithilfe der Schneeketten, die Robert in weiser Voraussicht aufgezogen hat, kommen wir sicher an unserem Startpunkt an. Da klingelt mein Telefon: Barbara kommt doch noch mit, nachdem sie morgens am Treffpunkt eigentlich wegen einer Migräne absagen musste. Was tun? Stephi, Annas Tochter und gemeinsam mit ihr das Direktionsgespann im Feuerstein, fährt Barbara schnell mit ihrem Wagen zum Startpunkt unserer heutigen Skitour! Alle freuen sich.

Nun können wir also mit den letzten Vorbereitungen beginnen. Wir ziehen unsere Skifelle auf und richten unsere Rucksäcke, ausgestattet mit Schaufel und Sonde. Robert, unser Bergführer, überprüft die Funktionsfähigkeit unserer Lawinensuchgeräte, was obligatorisch für jede Skitour im freien Gelände ist. Die Schneewolken, die die Waldlandschaft über Nacht in eine Wintermärchenwelt verwandelt haben, hängen noch in den Bäumen fest. Die Ruhe und diese berauschende Natur sorgen dafür, dass alle das Reden einstellen. Fast wie bei einer Meditation finden wir zu uns und genießen die Natureindrücke. Für mich als Liebhaber einer schönen Skipiste eine ganz neue Erfahrung, denn es ist der absolute Gegenpol – und was nun folgt, wird trotz oder auch gerade wegen der körperlichen Anstrengung die reinste Erholung für die Seele.

Als Erste durchs frisch verschneite Hochtal

Nach etwa einer halben Stunde Aufstieg kommen wir zur Allrissalm. Direkt daneben liegt das Haus von Roland, der von München hierher umgesiedelt ist und unsere „Seilschaft“ komplettiert. Zu sechst geht es nun in Richtung Wettersteinspitze. Wobei: Eigentlich sind wir zu siebt. Denn Annas Golden Retriever Spyke ist auch mit von der Partie. Nach einer weiteren halben Stunde des Aufstiegs kommen wir an einer hochromantischen Almhütte vorbei und beschließen, eine kurze Rast zu machen. Es ist herrlich, denn plötzlich verschwinden die Wolken und ein strahlend blauer Himmel sorgt für regelrechte Hochstimmung.

Es geht weiter und wir erreichen die Baumgrenze, müssen also auf etwa 1800 Meter angekommen sein. Vor uns liegt ein menschenleeres, frisch verschneites Hochtal. Keine einzige Spur im Schnee, wir sind die Ersten, die heute diese fast jungfräuliche Landschaft betreten. Wir sind alle ganz aus dem Häuschen und total begeistert. Sicherlich profitieren wir davon, dass heute direkt am Hotel Feuerstein ein Skitour-Rennen startet und alle potenziellen „Nebenbuhler“ beschäftigt sind. Wie gut! Zwei weitere Stunden geht es bis auf etwa 2600 Meter bergauf und wir können uns gar nicht satt sehen an dieser fantastischen Winterlandschaft. Nur Spyke hat es nicht ganz so leicht, sinkt er doch bei jedem seiner Schritte mit den Pfoten tief in den Neuschnee ein.

Verdienter Lohn: eine unvergessliche Abfahrt!

Den weiteren Aufstieg zum Wettersteingrat schenken wir uns. Voller Freude auf den verdienten Lohn für die doch recht große Anstrengung ziehen wir die Felle wieder von unserem Ski ab und verstauen sie in unseren Rucksäcken. Wir stellen die Skibindungen vom Aufstiegs- auf den Abfahrtsmodus um und genießen unter lautem Jauchzen eine unvergessliche Skiabfahrt durch den frischen Tiefschnee. Wir sind alle in Hochstimmung. Etwas kaputt, aber einfach nur glücklich. Am Ende des Hochtals fahren wir nun wieder durch den Wald bis wir die Allrissalm erreichen. Hier genießen wir eine Jause bei Nudelsuppe und Südtiroler Speckbrot und herrlichem Sonnenschein. Robert gönnt sich ein Glas Rotwein. Alle spüren jetzt diese angenehme Müdigkeit und absolute Zufriedenheit und denken nur eines: Wann geht es wieder los?!

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